7 Ideen für Geruchsobjekte bei der Nasenarbeit




Beim Nosetracking verwenden wir als Geruchsstoff ätherische Öle. Diese können wir nicht direkt auf eine Oberfläche im Suchfeld auftragen, da wir diese sonst für lange Zeit kontaminieren würden. Aus diesem Grund übertragen wir den Geruchsstoff auf einen Geruchsträger. Wie das genau funktioniert habe ich euch in einem anderen Post bereits erklärt. Näheres dazu findet ihr hier:


Selbst dieser Geruchsträger würde das Suchfeld noch zu sehr kontaminieren und daher geben wir ihn in kleine Behälter hinein. Dabei gilt je kleiner der Behälter, desto anspruchsvoller die Suchaufgabe. Als Behälter eignet sich dabei jeder kleine Gegenstand, den ihr mit einem Geruchsträger befüllen könnt. Ich hatte zwischendurch eine richtige Sammelleidenschaft entwickelt was kleine Objekte anbelangt. Nachfolgend findet ihr eine kleine Liste, die euch inspirieren soll und euch zudem die Vor- und Nachteile bestimmter Materialien aufzeigt.


Petlinge


hier haben wir direkt mein Lieblingssuchobjekt. Ein Petling ist der Rohling einer PET Flasche. Im Gegensatz zu den Flaschen die schnell verbeult und verbogen werden können sind Petlinge extrem stabil. Sie können aus hoher Höhe herunterfallen, von einem Auto überfahren werden und mit Hundezähnen drangsaliert werden – die behalten ihre Stabilität. Es gibt sie in verschiedenen Größen wobei ich meistens die kleinste Variante wählen. Diese ist groß genug um nicht Gefahr laufen zu müssen, dass Hunde oder Wildtiere sie verschlucken. Mit einem Kabelbinder lassen sie sich zudem gut auch mal erhöht anbringen. Verschlossen werden die Petlinge mit einem handelsüblichen Flaschendeckel. Für den Transport kann dieser natürlich komplett geschlossen werden aber nach dem Auslegen sollte der Deckel nur noch leicht aufliegen. Gerade so fest, damit das eindringen von Feuchtigkeit in den Innenbereich verhindert wird.

Sie können bei dem großen Onlineshop, der alles führt und mit „A“ beginnt kostengünstig bezogen werden.



Kleine Metalldosen


auch sie sind sehr praktisch in der Handhabung und können gut gesäubert werden. Allerdings verbeulen sie leicht, wenn der Hund darauf beißt. Zum Glück mögen die meisten Hunde kein Metall in der Schnauze und so bleiben die Ausfälle gering. Auch, wenn die Dosen nicht hermetisch luftdicht abgeschlossen sind, empfehle ich euch einige kleine Löcher in den Deckel zu bohren. Das geht mit einem Handbohrer sehr gut. Alternativ können auch Teeeier verwendet werden. Damit erübrigt sich das Löcherbohren.




Kleine Plastikdöschen


diese findet man bei genauerer Betrachtung im Haushalt zuhauf. Kleine Döschen die ursprünglich für verschiedene Zwecke gedacht waren wie z.b. als Medikamenten-Spender, als Lippenstift, Creme Döschen et cetera. Natürlich müssen sie vor der Verwendung erst gründlich gereinigt werden. Damit der Hund in der Suche den Geruchsstoff wahrnehmen kann, muss der Deckel immer leicht geöffnet bleiben.

Jedoch Achtung: solltet ihr einen sehr kau freudigen Hund euer Eigen nennen, schaut euch die Materialien gut an. Viele splittern leicht, wenn euer Hund sie zwischen seine Zähne zerdrückt. In diesem Fall würde ich auf diese Materialien zur Sicherheit verzichten.



Filmdöschen


Manch einer hat sie vielleicht noch – ansonsten sind sie auch günstig im einschlägigen Handel zu erwerben. Die Rede ist von den Filmdöschen. Sie enthielten früher einen aufgerollten Film, den man in den Fotoapparat stecken musste. Komische Sachen gab es früher. Heute können sie bei den Geocachern ein Revival feiern. Sie sind klein genug um sie gut zu verstecken und überraschend robust. Damit der Hund den Geruch wahrnimmt, müsst ihr ein paar Löcher in die Seite oder den Deckel bohren.




Bambusrohre


wenn es mal ein natürliches Material sein soll, kann ich Bambus gut empfehlen. Es gibt bereits kleine Abschnitte in unterschiedlichen Stärken zu kaufen. Allerdings kann der Stab nicht geschlossen werden. Somit eignet er sich nur für den kurzweiligen Einsatz bei möglichste trockenem Wetter. Achtet bei der Verwendung auch darauf, dass ihr den Geruchsträger richtig in den Bambus hinein stopft, sodass er beim Transport und an der Fundstelle nicht herausfallen kann.





Globulibehälter


sollen die Suchaufgaben mit der Zeit immer anspruchsvoller werden müssen auch die Suchgegenstände kleiner werden. Hier haben wir super Erfahrung mit kleinen Globulibehälter gesammelt. Diese Kosten nur ein Apfel und ein Ei, können im Deckel problemlos mit einem Loch versehen werden und sind gerade groß genug um einen halben Q-tip aufzunehmen. Durch ihre geringe Größe lassen sie sich in kleinste Hohlräume stecken.



Schlauchstücke


eine gute Alternative zu den Globuli Behältern sind Schlauch-Abschnitte. Schläuche gibt es in den unterschiedlichsten dicken von winzig kleinem Durchmesser bis hin zur fingerdicken Varianten. Umso dicker der Schlauch umso stabiler ist er. Ich wähle gerne weichere Varianten, da sie sich dann super gut in kleinste Hohlräume drücken lassen. Übrigens ebenfalls sehr praktisch ist der innere Stab eines Kot-Beutels oder klein geschnittene Strohhalme.




Bitte beachtet:

Kleine Behälter, wie die oben beschriebenen Globulibehälter oder die jetzt genannten Schläuche solltet ihr immer nur nehmen, wenn ihr ganz sicher seid, dass euer Hund sind nicht hinunterschluckt.


Die Verwendung im Laub oder dichten Grasbewuchs ist schwierig, da hier die Gegenstände gerne verschütt gehen. Um die Umwelt nicht unnötig zu belasten würde ich daher bei diesen Umgebungen immer auf größeren Materialien zurückgreifen.


Ich hoffe, ich konnte euch mit dieser kleinen Liste ein wenig inspirieren. Sie erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Teilt mir doch gerne in den Kommentaren unten einmal mit, welche Geruchsbehälter ihr so verwendet.


In diesem Sinne freudiges schnüffeln

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